Rainer-Rebhan

Der Speedster und andere Repliken

Informationen zum Aufbau von Oldtimer-Repliken

Aufbau und Technik

Der Aufbau erfordert in jedem Fall gutes bis sehr gutes handwerkliches Können. Die Arbeiten reichen von Motoren- und Fahrwerktechnik, Gfk-Karosserie-Arbeiten bis hin zu Sattlerarbeiten. Die Passgenauigkeit der (Gfk) Karosserie-Teile ist oft nicht gut - das bedeutet viel Nacharbeit für ein akzeptables Ergebnis. Die zum Bausatz gelieferten Aufbauanleitungen sind von minimalen Umfang und beschreiben nur die grundsätzliche Vorgehensweise - geben also keine Hilfe bei Problemen. Viele Arbeiten sind, in der Regel, nicht selbst durchführbar - so ergibt die Lackierung der Karosserie nur bei einem Fachbetrieb ein gutes Resultat. Die notwendigen Vorarbeiten für eine perfekte Oberfläche sind gerade bei einer Gfk-Karosserie sehr umfangreich.

Arbeiten am Chassis sind in jedem Fall von einer Fachwerkstatt durchzuführen.

Hierzu gehört vor allem das Kürzen eines Chassis z.B. beim 356 Speedster. Arbeiten an der restlichen Technik können, mit dem notwendigen Sachverstand, selbst durchgeführt werden. Bei der Verwendung von Altfahrzeugen (z.B VW-Käfer) als Basis ist in der Regel keine hochkomplizierte Technik zu erwarten. Jedoch ist die Nachrüstung alter Motoren mit einem GKAT bereits nicht mehr mit normalen Messgeräten möglich. Verschleissteile sollten immer als Neuteile eingebaut werden, als gilt aber auch für Bremsen, Lenkung, Dämpfer und Achslager. Verwenden Sie möglichst einen überholten oder neu aufgebauten Motor d.h. mit bekannter Laufleistung - so sind sie vor Überraschungen sicher. Überprüfen Sie vor dem Einbau auch die restlichen Antriebsaggregate.

Zulassung eines Fahrzeugs

Sicher derzeitig das heikelste Kapitel und zugleich die grösste Hürde nach einem erfolgreichen Aufbau eines KitCar/Replica. Die Abnahmebedingungen (in Deutschland) lassen für diese Art von Fahrzeugen keinen Freiraum. Deshalb sind grössere Veränderungen an einem Fahrzeug, ausgehen von dem Basis-Fahrzeug (Chassis, Brief), immer einer Neuzulassung (=Neufahrzeug) gleichzusetzen - d.h. es müssen alle aktuellen gesetzl. Bestimmungen für die Neuzulassung von Kfz's erfüllt werden. Für KitCar und Repliken sind das praktisch unüberwindbare Probleme ! Ein Ausweg sind die Sondergenehmigungen der Hersteller - für Ihre - und nur für Ihre Fahrzeuge. Klären Sie vorher (schriftlich) mit dem Lieferanten eines Bausatzes die Zulassungs-Sicherheit in Deutschland. Informieren Sie sich über alle Auflagen (z.B. GKAT) die zur Zulassung notwendig sind. Da alle Hersteller in Deutschland diese Problematik kennen, ist diese Sicherheit in der Regel gegeben. Bei Lieferanten aus dem Ausland ist oft nur eine Zulassung vor Ort möglich - eine Einfuhr und Wiederzulassung in Deutschland jedoch gegeben. Beachten Sie vor allem die Fahrzeugen-Typen die die alte Fahrgestellnummer nicht behalten können - da eine erhebliche Veränderung (z.B. eine Chassiskürzung) vorgenommen wurde. Fahrzeuge (KitCars) die ohne ein sog. Spender-Chassis aufgebaut werden, sind nur über ein vom TÜV anerkanntes Gutachten zuzulassen. Auch hier ist vor dem Erwerb die Zulassung abzusichern u.U. der Erwerb und die Zulassung über ein nahes EU/EG-Land manchmal unkomplizierter. Einen anderen Ausweg bietet hier der Ankauf eines 'Gebrauchten' mit Zulassung. Dieser wird demontiert und dann nach Ihren Wünschen neu aufgebaut. Das Zulassungsthema wäre damit geklärt - die Arbeit bleibt - aber das macht ja Spass ... und in der Regel gibt es kein H-Kennzeichen!

Ein Fazit

Lesen sie meine Dokumentation zum Speedster für noch mehr Information zu diesem Thema
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