Rainer-Rebhan

APAL Historie

Edmond Pery

A.P.A.L - s.à.r.l. Application Polyester Armé de Liège

1961 gründete Edmond Péry die Société Apal. Apal steht für "Application Polyester Armé de Liège". Die Anfänge der (Gfk/Polyester-) Produktion wurde in einer Halle gestartet, die kostenlos zur Verfügung stand. Alle Arten von industriellen Teilen wurden hergestellt, bald aber auch der erste Prototyp einer Polyester-Coupé-Karrosserie. Die Halle wurde in kürzester Zeit zu klein, woraufhin Apal sich in einer Fabrik in Blégny nahe Liège (Lüttich) niederließ. Apal hatte einen zunehmenden Erfolg mit seinen sehr speziellen Autos. Die Firma baute verschiedene Fahzeuge mit individueller Typenzulassung (damals wohl kein Problem) und war auch verantwortlich für das Marketing. Dies beinhaltete Bausätze / Kits für die entwickelten Fahrzeuge, aber dann auch komplett fertig gebaute Fahrzeuge. Üblicherweise wurde ein damals aktuelles (Spender-) Chassis benutzt und die dazu passenden mechanischen Komponenten. Das erste Fahrzeug war das Apal Coupe, es wurde 1961 auf VW Käferbasis präsentiert. Von diesem Coupe wurden zwischen 1961 und 1965 ca. 150 Stk. verkauft. Die Firma Apal konnte auf die freundschaftliche Unterstützung von D'Ieteren, dem bekannten Importeur von Volkswagen in Belgien zählen. Dadurch kam Apal zu neuen Käfer-Chassis und allen anderen Teilen. Im Jahr 1965 hatte Roland D'Ieteren eine Idee aus den USA mitgebracht, ein Monoplace (einsitziges) Rennfahrzeug zu entwerfen (in USA: Formel Vee Yonder). Dieser Rennwagen wurde dann Mitte 1965 auf der Rennstrecke von Zandvoort vorgestellt. Dieser Apal war der Vorläufer der Rennwagen-Serie Formel V. Es entstanden ca. 370 Kopien in ganz Europa. Beim Francorchamps - Rennen 1968 verunglückt ein belgischer Fahrer bei Höchstgeschwindigkeit mit diesem APAL-Formel-V tötlich. Das war das Ende der Produktion des berühmten Einsitzers bei Apal. 1966 und 1967 wurden 200 Triumph Spitfires umgebaut. Ab 1967 bis 1968 wurden 50 Apal Muschang produziert. Ein Geländewagen auf Renault R4 Basis mit Zwei- oder Allradantrieb. 1968 produzierte Apal 32 Exemplare des SAMTRACK. Auch ein Geländewagen aber mit der Mechanik eines Volkswagen 1600 und auf einem speziell für dieses Fzg. entwickelten Rohrchassis. Er hatte drei Sitzplätze vorne und einen Rücksitz hinten. 1968 -1969 wurde der Apal Horizon, ein sportlicher Zweisitzer mit Mittelmotor in 10 Exemplare gebaut. Ende 1969 beginnt die Produktion des bekannten Apal Buggies. Technische Plattform ist des Volkswagen Käfer. Apal baut den Buggy von 1969 bis 1981. Die Autos werden in über 20 Länder exportiert, in die USA und in viele europäische Länder. Das Chassis ist ein um 27,3 cm verkürztes Käfer-Chassis (Buggy C). Ein komplettes (langes) Chassis wird für die 4-Personen-Version (Buggy L) verwendet. Der Dünen-Buggy - bekannte Merkmale sind breite Felgen, Schalensitze und ein offenes Dach. Von diesen Versionen (BUGGY, RANCHO, JET, AVVI) und einigen Modelle wie CORSA mit Schmetterlingstüren wurden rund 5500 Exemplare produziert. Das sind die erfolgreichsten und beliebtesten Fzg.-Modelle von Apal. Die Idee eines Buggy auf einem gekürzten Käferchassis war im VW-Werk in Wolfsburg vorgeschlagen worden und damit bestand der Buggy C auch den deutschen Homologationstest = Straßenzulassung. Apal war damals das einzigste Unternehmen mit der Genehmigung aus Wolfsburg zur Chassis-Verkürzung. Das Käfer-Chassis konnte nun offiziell verkürzt werden. Dies hat, unter den bestimmten Bedingungen, bis heute Gültigkeit. Vor allem in den USA konnten die Buggies überzeugen. Auf dem Pariser Autosalon im Oktober 1969 kam über 150 Bestellungen. Apal begann mit dem Serienbau der bekannte Buggy-Modelle. Zunächst als Bausatz mit Montageanleitung, später auch als Fertig-Fahrzeug mit allen möglichen Optionen und Motorisierungen. Das war der erfolgreiche Durchbruch des Lütticher Herstellers in der Sportwagenindustrie. Im Jahr 1974 wurde ein Prototyp eines Geländewagens für den niederländischen DAF konzipiert. Das Projekt wurde vorzeitig beendet. DAF wird von Volvo übernommen. Im Jahr 1986 präsentierte Apal den Francorchamps (Basis MERCEDES 190E) auf der Brüssel Motor Show. Das Auto wurde im Auftrag von US-Investoren entworfen, kam aber durch einen Kurssturz des Dollars nie in Produktion. Die 2 Autos auf der Motor Show waren leider die Einzigsten, die je gebaut wurden. Von 1981 bis 1998 produzierte Apal den Speedster, eine Nachbildung des Porsche 356 Speedsters. Wieder aufgebaut auf dem verkürzten Käfer-Chassis. Der Apal Speedster war, bis auf einige Ausnahmen, eine sehr detailgetreue Nachbildung des Originals. Etwa 700 Speedster wurden als Bausatz oder Fertigfahrzeug verkauft. Dieser Nachbau - vielmehr das Konzept mit VW-Käfer-Chassis und GFK-Karrosserie wurde (und wird bis heute) in den USA und in einigen anderen Ländern mehrfach kopiert. 1992 erscheint der Apal SPORT ONE auf der Basis des PONTIAC FIERO, aber der Verkauf dieses Modells wurde sehr vertraulich durchgeführt. 1994 endet die Autoproduktion bei Apal. Andere Aktivitäten von Apal A.P.A.L. begann 1972 neben dem Bau von Autos, mit der Produktion von luxuriösen Badezimmern aus Polyester. Dies wurde ein großer Erfolg, der dem Unternehmen schnelles Wachstum bescherte. Jährlich wurden einige tausende Bäder in ganz Europa, den Vereinigten Staaten und in den Nahe Osten exportiert. Seit 1982 hat Apal auch mit dem Vertrieb von Design-Armaturen weltweit begonnen. Ab 1996 begann die Entwicklung der "Bensberg Badewanne". Diese ist speziell für Behinderte und schwangere Frauen konstruiert und hilft "unter Wasser" mit der medizinischen Versorgung. Diese spezielle Badewanne wurde in mehr als 700 europäischen Krankenhäusern installiert. Im Juni 2008 endet die Geschichte der Fa. Apal. Zur Ergänzung die Adresse bis 2008: 25, rue de la fontaine Blegny-Trembleur (Lüttich) Belgien

...ich war einmal mit meinem Speedster zu Besuch da

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